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Meine Meditationserfahrung

Oft habe ich mir die Frage gestellt, was eigentlich genau passiert, wenn ich regelmäßig Achtsamkeit und Meditation und Yoga übe. Es gibt inzwischen zahlreiche Studien, die aufzeigen, wie sich das Gehirn von Menschen, die regelmäßig Meditation üben, verändert. Und all das finde ich sehr interessant. Aber das ist ja alles Theorie und ich kann in meinem alltäglichen Leben nicht meinen präfrontalen Cortex fühlen und ich weiß nicht, wie aktiv er in bestimmten Situationen ist.

Was ich fühle, ist ja eher, ob ich mich gut und entspannt fühle oder ob es mir schlecht geht und ich nervös oder ängstlich bin. Und wenn wir ehrlich sind, sind wir uns oft im Strudel des Alltags noch nicht einmal dessen bewusst. Oft merken wir doch erst am Abend, wenn der Nacken total spannt, dass wir einen wirklich stressigen Tag gehabt haben. Während des Tages haben wir einfach nur funktioniert im Autopilot mit unseren konditionierten Reaktionen und eingeübten Verhaltensweisen.

Ich persönlich habe gemerkt, dass es mir mit regelmäßiger Meditation besser geht und zwar in erster Linie deshalb, weil ich meinen Gedanken nicht so aufgesessen bin. Ich lasse ganz unwillkürlich Gedanken mit all ihren Urteilen und was sonst noch so dazu gehört los oder steige erst gar nicht ein. Und komischerweise geht das Leben dann trotzdem weiter, auch wenn ich es mir nicht ständig ausdenke … Es geht weiter und es fließt sogar besser und gleichmäßiger und ich fließe irgendwie mit und zwar ohne, dass ich etwas mache, indem ich einfach nur von Moment zu Moment bin, im Jetzt, ohne den Gedanken zu glauben, die alles festzurren wollen. Und mir ist aufgefallen, dass aus dieser Haltung eine ungeheure und unerwartete Kraft ausgeht, die Entspannung bringt und Freiheit. Vielleicht klingt das für manchen verrückt, aber für mich hält das Leben hinter den Gedanken ein großes Geschenk bereit. Und ich bin bereit, mich weiterhin reich beschenken zu lassen 🙂

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